Partikelzähler für Treibstoff

Treibstoffe wie Benzin oder Diesel haben eine niedrigere Viskosität als Öl. In niedrigviskoseren Flüssigkeiten neigen Partikel dazu, sich am Boden abzusetzen (Sedimentierung) oder sich zu größeren Partikeln zusammenzuballen (Agglomeration). Eine Probenaufbereitung vor der Messung im Labor versetzt die Probe durch den Eintrag von Energie wieder in den Originalzustand zurück. Vor der Durchführung einer Partikelanalyse im Labor müssen Proben daher für die Messung aufbereitet werden. Bei der Onlinemessung im Feld ist die Probenaufbereitung nicht erforderlich, da die Flüssigkeit noch während des Betriebes entnommen wird und somit im physikalischen Originalzustand analysiert wird. Damit es auch während der Messung nicht zur Sedimentierung und Agglomeration kommt, werden Partikelzähler für die Analyse von Treibstoffen mit speziellen Vorrichtungen ausgestattet und auf diese Weise an die besonderen Anforderungen angepasst.

Für die Partikelanalyse von Flugzeugkraftstoff (Jetfuel) hat PAMAS das tragbare Partikelzählsystem PAMAS S40 AVTUR entwickelt, das für Online- und Offlinemessungen eingesetzt werden kann. Das System ist konform zur Analysemethode IP 577 des Energy Institute London und zum Standard DEF STAN 91-91 des britischen Verteidigungsministeriums.

Treibstoffe, die Wasser enthalten, können mit dem PAMAS S50DP analysiert werden. Dieser Online-Partikelzähler verfügt über ein integriertes Verdünnungssystem, das der Probe kontinuierlich eine zuvor definierte Menge eines niedrigviskosen Verdünnungsmittels zumischt. Ohne vorherige Verdünnung würde das im Treibstoff enthaltene Wasser zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Im zugefügten Verdünnungsmittel lösen sich die Wassertropfen auf und werden so bei der späteren Onlinemessung nicht mehr detektiert.