Partikelzähler für Wasser

Ob Wasser rein und partikelfrei ist, kann mit unterschiedlichen optischen Messverfahren festgestellt werden. In Anlagen zur Wasseraufbereitung kommen beispielsweise Trübungsmessgeräte (z.B. Turbidimeter oder Nephelometer) oder automatische Partikelzählsysteme zum Einsatz. Trübungsmessgeräte messen den kollektiven Anteil von ungelösten Feststoffen in einer Flüssigkeit. Je trüber die Flüssigkeit, desto höher der Messwert. Automatische Partikelzähler messen hingegen nicht die kollektive Partikelmenge, sondern ermitteln die Größe der einzelnen Partikel und deren Anzahl. Während ein automatischer Partikelzähler also jeden einzelnen Partikel detektiert, der die Messzelle während des Messvorgangs durchquert, erfasst ein Trübungsmesser die von den Partikeln verursachte Trübung. Die genaue Kenntnis über die Größe der Partikel ist insbesondere bei Wasseranwendungen unabdingbar, da sie beispielsweise bestimmte Bakterienarten oder insbesondere Fehler im System (z.B. Filterdurchbruch) schnell erkennt. Ein automatischer Partikelzähler liefert demnach ein facettenreicheres und aussagekräftigeres Analyseergebnis als ein Trübungsmessgerät.

Der PAMAS WaterViewer misst online und wird für die Zustandsüberwachung der Wasserqualität fest in den Anlagen installiert. Der Partikelzähler PAMAS WaterViewer eignet sich für die Reinheitskontrolle von Trinkwasser, gereinigtem Abwasser oder Industriewasser und Rohwasser. Für die Überwachung von mehreren Wasserleitungen kann das Gerät an mehrere Messpunkte angeschlossen werden. Der automatische Partikelzähler PAMAS WaterViewer hat sich als präzises und zuverlässiges Messinstrument bei der Wasseraufbereitung bewährt und ist bei vielen Anwendern bereits seit vielen Jahren erfolgreich in Einsatz. Wie zahlreiche Veröffentlichungen belegen, wird der PAMAS WaterViewer seitdem auch an vielen Hochschulen in Europa für Forschungszwecke eingesetzt (unter anderem an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden, an der lothringischen Universität in Nancy in Frankreich und an der Universität von Kuopio in Finnland). So konnte mit dem PAMAS WaterViewer beispielsweise überprüft werden, welche Faktoren den optimalen Aufbau von Wasserleitungen in Verteilungsanlagen bestimmen und bei welcher Filtrationsgeschwindigkeit Schwimmbadwasser am effizientesten aufbereitet werden kann.